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Premantura,
ein pittoresker Ort mit ca. 450 Einwohnern,
wurde schon zur Bronzezeit besiedelt. Er ist der
südlichste Ort Istriens. Von der weisen Wahl, die die
alten Römer trafen, als sie sich gerade für diesen Raum
als das Ideal für ihr Leben entschieden, zeugen die Reste
der Villae rusticae. Hier wurde auch eine wunderschöne
Minerva-Statue gefunden, die heute im Archäologischen
Museum von Pula aufbewahrt ist.
Das populärste Kennzeichen von Premantura ist die lange
und schmale Halbinsel Kamenjak, 9,5 km lang, bis zu 1,5 km
breit, die wie ein langer Arm in die Adria hieinreicht.
Kamenjak ist von einer 30 km langen Küste umgeben, die mit
vielen Buchten und ganz kleinen Stränden verziert ist
Im Ort gibt es einige gut ausgestattete Geschäfte,
Banken, Ambulanzen und Souvenirläden. Premantura und seine
Restaurants sind für ein außerordentlich reiches Fisch-
und Meeresfrüchteangebot bekannt.
Von den vielen Touristen- und Volksfesten empfehlen wir
Ihnen zwei: Das Krebsfest am 1. Mai und Lovrecevo am 10.
August, das wichtigste Fest, das des Heiligen Lorenz, des
Schutzpatrons von Premantura.
Istrien
Geographie und Wirtschaft
Die Halbinsel Istrien besteht
größtenteils aus Kalkgestein. Die Küste ist tief gegliedert, einige Meeresarme
wie der Limfjord (zwischen Vrsar-Orsera und Rovinj-Rovigno) oder die Bucht von
Plomin-Fianona reichen tief ins Innenland und haben fjordähnlichen Charakter.
Bedeutend ist der Fremdenverkehr an der Küste, der eine bis ins 19. Jahrhundert
zurückreichende Tradition hat.
Wirtschaftliches Zentrum und
größte Stadt Istriens ist die Hafenstadt Pula-Pola. Bekannte Badeorte sind
Medulin-Medolino, Rovinj-Rovigno, Parenzo-Poreč, Ičići, Lovran, Medveja,
Mošćenička Draga, Abbazzia-Opatija und Umago im kroatischen, sowie
Capodistria-Koper, Portorose-Portorož, Pirano und Isola-Izola im slowenischen
Teil.
Im nördlichen und mittleren
Teil Istriens liegen die Orte meist auf markanten Hügeln, was der Landschaft
einen besonderen Reiz verleiht. Inneristrien ist recht dünn besiedelt. Die
wichtigsten Orte hier sind Montona-Motovun, Pinguente-Buzet, Buje sowie
Grisignana-Grožnjan, das vor allem durch seine Künstlerkolonie sowie durch
Musikaufführungen bekannt wurde. Die Bevölkerung lebt vom seit Jahrzehnten
traditionell bestehenden Tourismus, von Landwirtschaft und arbeitet in den
lokalen Industriebetrieben. Weinbau wird in diesen Regionen intensiv betrieben,
vor allem werden der gelbe bis grünliche, leicht bittere Malvazija sowie der
helle rote Teran gekeltert. In der Gegend um Motovun werden hervorragende
Trüffel gefunden, die von manchen Kennern zu den besten der Welt gezählt werden.
Auch der Kaiserling (Amanita caesarea) zählt zu den istrischen
Pilzspezialitäten.
Das Landesinnere Istriens ist
reich an bemerkenswerten Baudenkmälern. Oft sind es kleine, unscheinbare
Kirchen, die mit meist gut erhaltenen Fresken beeindrucken. Am bekanntesten ist
das Marienkirchlein von Beram mit einem grandiosen Totentanzzyklus. In den
Feldern findet man vereinzelt uralte Casun-Kažun(von 'casa') -Schutzhütten aus
Stein, die in früheren Zeiten die Bauern und Hirten gebaut haben.
Die südliche Spitze der
Halbinsel bildet das Naturschutzgebiet Capo Promontore - Kap Kamenjak (Capo
Promontore- Rt Kamenjak oder auch Donji Kamenjak) mit seiner
einzigartigen Flora und Fauna.
Die Küstenlänge der
westkroatischen Region Istrien beträgt 537 Kilometer. An manchen
Felsküstenabschnitten unter anderem nahe Rovinj-Rovigno und im Nationalpark
Brioni findet man direkt am Strand versteinerte Dinosaurier-Fußabdrücke.
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